Fahrräder brauchen Licht. Um das zu verstehen, braucht es keine Paragraphen, denn sobald die Sonne versinkt, musst du einfach sehen können, wo du hinfährst. Dazu kommt: Alle anderen Menschen, die am Straßenverkehr teilnehmen, verlassen sich darauf, dass du beleuchtet bist. Aber aus welchen Einzelteilen besteht eine Lichtanlage, die nicht nur den Vorschriften genügt, sondern dir auch maximale Sicherheit bietet? Ist eine Lampe mit 80 Lumen heller als eine mit 50 Lux? Darf ich meine Helmlampe auf der Straße benutzen? Und was bringen moderne Funktionen wie Bremslicht oder zusätzliche Lichtfunktionen? Hier bringen wir Licht ins Dunkel.
Inhalt
- Welches Licht muss ans Rad?
- Kaufberatung: Akkus vs. Nabendynamo
- Licht am E-Bike – ein Akku für Motor und Beleuchtung
- Wie hell sind die Maßeinheiten Lumen, Candela und Lux?
- Was macht gute Fahrradbeleuchtung aus?
- Welche Fahrradbeleuchtung passt zu welchem Einsatz?
- Einstellung des Fahrradlichts
- Die richtige Pflege
- Top-Marken für Fahrradbeleuchtung
- Kein Weihnachtsbaum – aber trotzdem sicher
- FAQ
Welches Licht muss ans Rad?
In diesem Absatz konzentrieren wir uns zunächst darauf, was in Österreich gesetzlich vorgeschrieben ist. Für viele Einsatzzwecke haben wir aber noch ein paar darüber hinausgehende Empfehlungen parat, die wir weiter unten vorstellen.
Aktive Beleuchtung
Ein Licht vorne, ein Licht hinten und fertig – ganz so einfach ist es nicht. Die österreichische Fahrradverordnung schreibt für Fahrräder einen hell leuchtenden Frontscheinwerfer und ein rotes Rücklicht vor. Der Scheinwerfer muss die Fahrbahn nach vorne mit weißem oder hellgelbem, ruhendem Licht und einer Lichtstärke von mindestens 100 Candela beleuchten. Für das Rücklicht sind mindestens 1 Candela vorgeschrieben.
Front- und Rücklicht dürfen auch abnehmbar und batteriebetrieben sein. Bei Tageslicht und guter Sicht dürfen beide am Fahrrad fehlen. Sobald die Sichtverhältnisse eine Beleuchtung erfordern, müssen sie jedoch vorhanden und eingeschaltet sein. Bei dynamobetriebener Beleuchtung müssen die vorgeschriebenen Lichtwerte ab einer Fahrgeschwindigkeit von 15 km/h erreicht werden.
Offizielle Quelle: § 1 Fahrradverordnung sowie oesterreich.gv.at – Fahrradverordnung.
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Passive Beleuchtung
Neben der aktiven Beleuchtung muss auch eine passive Beleuchtung an dein Rad, die das Licht anderer Lichtquellen wie Autoscheinwerfern zurückstrahlt.
Vorne ist ein weißer, nach vorne wirkender Rückstrahler beziehungsweise entsprechendes Rückstrahlmaterial mit einer Lichteintrittsfläche von mindestens 20 cm² vorgeschrieben, hinten ein roter Rückstrahler mit ebenfalls mindestens 20 cm². Die Rückstrahler dürfen mit den Leuchten verbunden sein. Dazu kommen gelbe Rückstrahler an den Pedalen beziehungsweise gleichwertige Einrichtungen.
Auch die Seiten der Räder müssen reflektierend gekennzeichnet sein. Dafür sind unter anderem Reifen mit einem durchgehenden weißen oder gelben Reflexring oder entsprechende beidseitig wirkende Rückstrahler beziehungsweise Rückstrahlmaterialien an jedem Rad zulässig.
Offizielle Quelle: § 1 Fahrradverordnung.
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Was gehört nicht ans Rad?
Beim Blinklicht gibt es einen wichtigen Unterschied zu Deutschland: Der Frontscheinwerfer muss in Österreich ruhendes Licht abgeben und darf nicht blinken. Ein rotes Rücklicht darf dagegen auch als Blinklicht ausgeführt sein.
Eine Helmlampe ersetzt die vorgeschriebene Fahrradbeleuchtung nicht. Besonders leistungsstarke Offroad- oder Helmlampen können auf dem Trail hilfreich sein, sollten auf öffentlichen Straßen aber so eingesetzt werden, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden.
Offizielle Quelle: oesterreich.gv.at – Fahrradverordnung.
Moderne Zusatzfunktionen
Moderne Fahrradbeleuchtung kann inzwischen deutlich mehr als einfach nur leuchten. Je nach Leuchte gehören dazu beispielsweise Bremslichtfunktionen, Sensoren oder unterschiedliche Lichtstufen.
Entscheidend ist in Österreich, dass die gesetzlich vorgeschriebene Grundbeleuchtung erhalten bleibt: vorne weißes oder hellgelbes ruhendes Licht mit mindestens 100 Candela und hinten ein rotes Licht mit mindestens 1 Candela. Zusätzliche Funktionen dürfen außerdem andere Verkehrsteilnehmer nicht blenden oder die vorgeschriebene Signalwirkung beeinträchtigen.
Kaufberatung: Akkus vs. Nabendynamo
Eine Grundsatzentscheidung, die oft schon beim Fahrradkauf getroffen wird, ist die Stromversorgung der Lampen. Natürlich ist es möglich, ein Fahrrad im Nachhinein mit einem Dynamo auszustatten und zu verkabeln. Deutlich günstiger und einfacher ist die Nachrüstung aber meist mit akkubetriebenen Lampen.
Dynamo

Der moderne Nabendynamo ist praktisch wartungsfrei, leise und funktioniert wetterunabhängig, was man von den althergebrachten Seitenläuferdynamos nicht unbedingt behaupten konnte. Der große Vorteil einer Fahrradbeleuchtung mit Dynamo: Sie ist fest am Rad verbaut und liefert immer Strom, solange du dich bewegst. So bist du flexibel, ohne immer daran denken zu müssen, Licht einzupacken oder Akkus zu laden.
Moderne dynamogespeiste Lampen bieten häufig auch ein Standlicht, sodass dein Licht weiterleuchtet, wenn du beispielsweise an einer Kreuzung oder beim Linksabbiegen stehen bleibst.
Für viele Alltags-, Trekking- und Reiseräder ist ein Nabendynamo deshalb eine besonders komfortable Lösung. Wenn dein Rad dagegen möglichst leicht bleiben soll oder du Beleuchtung nur gelegentlich benötigst, kann eine Akkulösung praktischer sein.
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Akkulampen

Der große Vorteil des Dynamos ist gleichzeitig auch sein Nachteil: Er ist fest im Rad verbaut. Falls dein Rad nicht ab Werk mit einem Dynamo kommt, ist eine Umrüstung verhältnismäßig aufwendig und kostspielig. Akkulampen lassen sich dagegen meist in wenigen Minuten und ohne Werkzeug montieren. Dadurch kannst du sie je nach Bedarf schnell an- und abbauen und beispielsweise zwischen mehreren Fahrrädern wechseln.
Akkubeleuchtung eignet sich besonders, wenn du flexibel bleiben möchtest, sportlich Rad fährst oder dein Licht nur dann am Fahrrad haben möchtest, wenn du es tatsächlich benötigst.
Beim Kauf lohnt sich heute zusätzlich ein Blick auf den Ladeanschluss. USB-C ist besonders praktisch, weil Smartphone, Fahrradcomputer, Powerbank und Fahrradlicht dann häufig mit demselben Kabel geladen werden können.
Vergleiche außerdem nicht nur die maximale Akkulaufzeit, sondern die Laufzeit in den einzelnen Helligkeitsstufen. Eine Leuchte kann beispielsweise sehr lange im Sparmodus funktionieren, in ihrer höchsten Stufe aber deutlich früher leer sein. Eine gut erkennbare Restkapazitätsanzeige ist deshalb gerade für längere Touren hilfreich.
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Licht am E-Bike – ein Akku für Motor und Beleuchtung
An normalen Fahrrädern hast du für die Beleuchtung die Wahl zwischen Dynamolicht oder mit Batterie beziehungsweise Akku betriebenen Leuchten. An E-Bikes kannst du diese Optionen natürlich ebenfalls nutzen. Besonders praktisch ist jedoch eine fest angeschlossene Beleuchtung, die direkt über den großen E-Bike-Akku mit Strom versorgt wird. Du musst dich dann nicht separat um den Ladezustand deiner Lampen kümmern.

Gesetzliche Rahmenbedingungen für E-Bike-Beleuchtung
Bei einem Pedelec mit Unterstützung bis 25 km/h gelten grundsätzlich die Beleuchtungsvorschriften für Fahrräder. Auch hier muss der Frontscheinwerfer daher weißes oder hellgelbes ruhendes Licht mit mindestens 100 Candela erzeugen, während das rote Rücklicht mindestens 1 Candela erreichen muss.
Offizielle Quelle: Fahrradverordnung.
Auswahl von passendem Licht für dein E-Bike
Bei fest angeschlossener E-Bike-Beleuchtung müssen Leuchte und Antriebssystem technisch zueinander passen. Entscheidend sind unter anderem Ausgangsspannung, Stromart, Leistungsaufnahme, Kabel und Stecker. Eine vorhandene Dynamoleuchte lässt sich deshalb nicht automatisch an den Lichtausgang eines E-Bikes anschließen.
Viele Leuchten gibt es in unterschiedlichen Ausführungen oder für verschiedene Spannungsbereiche. Prüfe deshalb vor dem Kauf immer die Angaben des Leuchten- und Antriebsherstellers beziehungsweise die Spezifikationen deines Fahrrads.
Montage von E-Bike-Licht
Wenn du E-Bike-Licht nachrüsten möchtest, schwankt der Aufwand zwischen wenigen Minuten und einem deutlich längeren Eingriff, der besser von einer Fachwerkstatt durchgeführt wird.
Im Idealfall sind in deinem Rad bereits Lichtkabel im Rahmen verlegt. Dann müssen Leuchten und Anschluss nur noch passend zum jeweiligen System montiert werden.
Sollten die Kabel nicht vorinstalliert sein oder muss für den Anschluss der Motorbereich geöffnet werden, empfiehlt sich ein Termin in der Fachwerkstatt. Je nach Antriebssystem kann außerdem eine Aktivierung oder Konfiguration des Lichtausgangs erforderlich sein.
Halterungen, Kabel und weiteres Zubehör für Fahrradbeleuchtung können je nach System ebenfalls für die Nachrüstung benötigt werden.
Wie hell sind die Maßeinheiten Lumen, Candela und Lux?
Die regelmäßige Verwendung von direkt drei unterschiedlichen Maßeinheiten – Lumen, Candela und Lux – zur Angabe der Lichtleistung von Fahrradleuchten trägt nicht unbedingt dazu bei, eine Kaufentscheidung zu vereinfachen.
Lumen
Die Einheit Lumen gibt an, wie viel sichtbares Licht eine Leuchte insgesamt abgibt. Sie ist ein guter Ausgangspunkt für einen Vergleich. Für dein Auge zählt allerdings nicht nur, wie viel Licht die Lampe insgesamt erzeugt, sondern vor allem, wo dieses Licht landet. Alle Lumen der Welt bringen dir herzlich wenig, wenn ein großer Teil davon Bereiche ausleuchtet, die für deine Fahrt gar nicht relevant sind.
Candela
Candela beschreibt die Lichtstärke in eine bestimmte Richtung. Im Unterschied zu Lumen spielt also eine Rolle, wie stark das Licht gebündelt wird. Ein sehr stark fokussierter Lichtstrahl kann dadurch einen hohen Candela-Wert erreichen, ohne eine breite Fahrbahn besonders gut auszuleuchten.
In Österreich ist diese Einheit auch rechtlich relevant: Für den Frontscheinwerfer sind mindestens 100 Candela vorgeschrieben, für das rote Rücklicht mindestens 1 Candela.
Offizielle Quelle: § 1 Abs. 4 Fahrradverordnung.
Lux
Lux beschreibt die Beleuchtungsstärke auf einer Fläche – also vereinfacht gesagt, wie viel Licht tatsächlich an einer bestimmten Stelle ankommt. Deshalb wird Lux häufig für Fahrradscheinwerfer angegeben.
Es dürfte klar sein: Nur anhand einer einzelnen technischen Zahl einen Vergleich verschiedener Leuchten vornehmen zu wollen, ist zum Scheitern verurteilt. Du würdest einen HiFi-Plattenspieler ja auch nicht nur danach beurteilen, wie laut er Musik abspielen kann, oder? Die für dich ideale Lampe findest du nur, wenn du zusätzlich zur Leuchtkraft auch das Lichtbild, die Reichweite, die Breite der Ausleuchtung und deinen Einsatzzweck in die Entscheidung einbeziehst.
Was macht gute Fahrradbeleuchtung aus?
Das Lichtbild
Ein hoher Lux-, Candela- oder Lumenwert sieht auf der Verpackung beeindruckend aus, sagt aber noch nicht, wie angenehm und sicher du mit der Lampe fahren kannst. Ein guter Fahrradscheinwerfer verteilt sein Licht möglichst gleichmäßig auf dem relevanten Bereich der Fahrbahn.
Für schnelle Fahrten auf unbeleuchteten Wegen ist eine gute Reichweite wichtig. Im Stadtverkehr wiederum kann eine breite Nahfeldausleuchtung angenehmer sein. Besonders hilfreich ist es, wenn auch der Fahrbahnrand gut erkennbar bleibt, ohne dass unnötig Licht nach oben abgestrahlt wird.
Akkulaufzeit
Deine Lampe sollte länger durchhalten als die längste Tour, für die du regelmäßig Licht benötigst. Plane dabei etwas Reserve ein. Temperatur, Alter des Akkus und die gewählte Leistungsstufe können die tatsächliche Laufzeit beeinflussen.
Gerade im Winter kann die verfügbare Akkukapazität bei niedrigen Temperaturen vorübergehend sinken. Eine gut sichtbare Ladezustands- oder Restlaufzeitanzeige hilft, Überraschungen zu vermeiden.
Helligkeitsstufen und Automatik
Mehr Leistung ist nicht immer besser. Auf einer beleuchteten Innenstadtstraße brauchst du deutlich weniger Licht als auf einem unbeleuchteten Radweg. Mehrere Helligkeitsstufen helfen deshalb nicht nur bei der Anpassung an die Umgebung, sondern verlängern auch die Akkulaufzeit.
Einige moderne Leuchten übernehmen diese Anpassung teilweise automatisch. Lichtsensoren können beispielsweise die Helligkeit an das Umgebungslicht anpassen. Weitere praktische Funktionen sind automatisches Bremslicht oder Standlicht.
Montage und Bedienung
Eine gute Akkuleuchte sollte sich sicher befestigen lassen und sich während der Fahrt nicht verstellen. Gleichzeitig ist eine unkomplizierte Demontage praktisch, wenn du das Fahrrad draußen abstellst oder die Lampe an mehreren Rädern verwendest.
Achte außerdem darauf, dass sich Schalter auch mit Handschuhen zuverlässig bedienen lassen.
Welche Fahrradbeleuchtung passt zu welchem Einsatz?
Was das Gesetz vorschreibt, muss für jeden Einsatzzweck noch lange nicht optimal sein. Zusätzlich zu den ohnehin vorgeschriebenen Elementen kannst du auch mit reflektierenden Details an Kleidung oder Gepäck deine Sichtbarkeit erhöhen. Besonders an bewegten Körperteilen wie Füßen oder Beinen fallen Reflektorbänder im Scheinwerferlicht gut auf.

Alltag in der Stadt
Du wohnst in einer Großstadt, in der du viele Wege bequem mit dem Rad erledigst. Schlechtes Wetter hält dich nicht vom Radfahren ab, deswegen hast du dich bewusst für ein Rad mit einer Dynamoanlage oder einer fest integrierten E-Bike-Beleuchtung entschieden. Maximale Reichweite ist für dich zweitrangig. Auf beleuchteten Straßen geht es vor allem darum, zuverlässig gesehen zu werden und den Bereich unmittelbar vor dem Fahrrad gut auszuleuchten.
Praktische Funktionen sind Standlicht, seitliche Sichtbarkeit und gegebenenfalls ein Bremslicht. Die Reflektoren an deinem Rad kannst du zusätzlich durch reflektierende Elemente an Kleidung, Rucksack oder Beinen ergänzen.
Pendeln auf unbeleuchteten Wegen
Zwischen deinem Bett und deinem Arbeitsplatz liegen vielleicht 20 Kilometer, ein großer Teil davon über unbeleuchtete Radwege und Nebenstraßen. Hier benötigst du eine leistungsfähigere Frontleuchte als im reinen Stadtverkehr.
Wichtig sind eine gute Reichweite, ein gleichmäßiges Lichtbild und ausreichend Akkukapazität. Bei regelmäßigen langen Fahrten kann auch eine fest installierte Dynamo- oder E-Bike-Beleuchtung sinnvoll sein. Nutzt du eine Akkuleuchte, solltest du die Laufzeit in der tatsächlich verwendeten Helligkeitsstufe kennen und genügend Reserve einplanen.

Touren im Gelände
Touren im Wald sind das ganze Jahr über deine Flucht aus dem Alltag. Wenn es dunkel wird, brauchst du auf kurvigen Trails vor allem ein breites und weitreichendes Lichtfeld, damit du Hindernisse frühzeitig erkennst.
Am Lenker kann eine starke Frontleuchte für die Grundausleuchtung sorgen. Abseits des öffentlichen Straßenverkehrs ergänzen viele Mountainbiker sie durch eine Helmlampe, weil diese immer dorthin leuchtet, wohin du gerade schaust. Sobald du wieder auf öffentlichen Straßen unterwegs bist, benötigst du jedoch weiterhin die vorgeschriebene Beleuchtung am Fahrrad und musst darauf achten, andere Verkehrsteilnehmer nicht zu blenden.
Rennrad und Gravelbike
Bei sportlichen Rädern spielen Gewicht, kompakte Abmessungen und eine sichere Befestigung eine besonders große Rolle. Eine leichte Akkuleuchte lässt sich schnell montieren und bei Tagestouren einfach zu Hause lassen.
Wer dagegen lange Brevets, Bikepacking-Touren oder Ultradistanzen fährt und regelmäßig viele Stunden im Dunkeln unterwegs ist, kann auch mit einem Nabendynamo sehr gut beraten sein. Hier zählt vor allem die zuverlässige Stromversorgung über lange Zeit.
Einstellung des Fahrradlichts
Bei der Einstellung des Fahrradlichts kannst du vor allem bei der vertikalen Ausrichtung des Frontscheinwerfers einiges falsch machen. Ist er zu hoch eingestellt, blendest du den Gegenverkehr. Ist er zu niedrig, hast du einen sehr hellen Lichtpunkt direkt vor deinem Vorderrad, während der weitere Streckenverlauf dunkel bleibt.
Stelle dein Fahrrad auf eine ebene Fläche und richte den Scheinwerfer so aus, dass das relevante Lichtfeld deutlich vor dem Fahrrad auf die Fahrbahn fällt. Andere Verkehrsteilnehmer dürfen dabei nicht geblendet werden. Kontrolliere die Einstellung regelmäßig – insbesondere bei abnehmbaren Akkuleuchten, die sich beim An- und Abbauen leichter verstellen können.
Die Einstellung des Rücklichts ist weniger aufwendig. Es darf nicht von Satteltaschen, Gepäck, Kleidung oder anderen Gegenständen verdeckt werden.
Die richtige Pflege
Wenn du das richtige Set an Lichtern für dein Rad gefunden hast, möchtest du es natürlich möglichst lange nutzen. LEDs sind langlebig und robust, trotzdem gibt es ein paar Punkte zu berücksichtigen, um die Lebensdauer deiner Beleuchtung zu erhöhen.
Dynamoanlage
Nabendynamos sind sehr robust, weil sie nach außen weitgehend abgedichtete Einheiten sind. Schwachstellen einer Lichtanlage sind häufig eher Kontakte, Stecker und Kabel. Wenn das Licht nicht mehr funktioniert, lohnt sich deshalb zunächst eine Kontrolle der Verkabelung und Steckverbindungen.
Überprüfe die Kabel regelmäßig auf Beschädigungen und halte Kontakte sauber und trocken. Auch ein möglichst trockener Abstellplatz hilft, Korrosion an der elektrischen Anlage zu vermeiden.
Akku-Fahrradlampen
Akkuleuchten haben keine dauerhaft am Fahrrad verlegten Kabel und sind dadurch vergleichsweise unkompliziert. Nach einer Fahrt durch starken Regen kannst du sie mit einem trockenen Tuch abwischen und Ladebuchsen beziehungsweise Abdeckungen auf Feuchtigkeit kontrollieren.
Auch der Akku freut sich über etwas Pflege. Vermeide es, eine komplett entladene Lampe über Monate zu lagern. Wenn du deine Beleuchtung längere Zeit nicht benötigst, kontrolliere gelegentlich den Ladezustand. Extreme Hitze oder dauerhafte Lagerung bei sehr niedrigen Temperaturen solltest du ebenfalls vermeiden.
Top-Marken für Fahrradbeleuchtung
Wenn du vor der Entscheidung stehst, neue Fahrradbeleuchtung zu kaufen, dann bist du gut damit beraten, auf Qualität zu setzen. Diese Marken liefern seit langer Zeit hervorragende Lichter in allen Preissegmenten und haben mit Sicherheit die für dich passende Leuchte im Sortiment.

Als Teil des renommierten deutschen Fahrradherstellers CUBE entwickelt ACID seit Jahren hochwertige Fahrradbeleuchtung für sicheres Radfahren bei allen Lichtverhältnissen. Die ACID Fahrradbeleuchtung zeichnet sich durch durchdachte Lichtkonzepte aus, die für jede Situation die richtige Menge an Fahrradlicht bieten – egal ob auf dem täglichen Weg zur Arbeit oder bei der abendlichen Ausfahrt. Die hochwertigen Leuchten mit cleveren Befestigungssystemen sowie zuverlässiger Akkutechnik sorgen für gutes Sehen und Gesehenwerden.
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Der deutsche Spezialist aus dem Sauerland baut seit 1925 Lichter und Reflektoren. Egal ob für Dynamo, Akku oder E-Bike – im breiten Sortiment findest du auf jeden Fall eine passende Lampe. Absolut einzigartig ist die fantastische Verfügbarkeit von Ersatzteilen in Kombination mit dem hervorragenden Kundenservice. Wenn dir mal eine Lampe runterfällt und ein Teil bricht, ist die Chance groß, dass du es im firmeneigenen Ersatzteilshop nachkaufen kannst.
Fahrradbeleuchtung von Busch & Müller

Die australische Marke Knog steht für innovative Fahrradbeleuchtung mit besonderem Fokus auf Design und Benutzerfreundlichkeit. Die kompakten Lampen überzeugen durch ihre auffällige Formensprache und sind oft komplett ohne zusätzliche Halterungen direkt am Lenker oder an der Sattelstütze montierbar. Viele Modelle verfügen über integrierte USB-Stecker, wodurch das Aufladen besonders unkompliziert wird. Knog Fahrradbeleuchtung ist vor allem im urbanen Einsatz beliebt und bietet eine praktische Kombination aus Sichtbarkeit, Flexibilität und modernem Look.
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Lezyne reimt sich nicht nur zufällig auf Design – die Lampen der Marke bestehen in der Regel aus einem stabilen Aluminiumgehäuse mit unverkennbarer Formensprache. Anders als viele andere Firmen beschränkt sich Lezyne auf Akkubeleuchtung für das Fahrrad, deren Akkus fest verbaut sind und die via USB aufgeladen werden. Jedes Modell wird mit einem breiten Gummiband am Rad befestigt, was vor allem an Rennrädern mit Aerolenkern und nicht-runden Sattelstützen sehr praktisch ist.

MonkeyLink bringt frischen Wind in die Welt der Fahrradbeleuchtung mit einem innovativen, magnetischen Befestigungssystem. So lassen sich Lampen für Vorder- und Rückseite blitzschnell an- und abkoppeln, was besonders für E-Bikes praktisch ist. Die Beleuchtung ist nicht nur schnell montiert, sondern auch smart – bei vielen Modellen erfolgt die Stromversorgung direkt über den Akku des E-Bikes. Mit MonkeyLink gehört umständliches Gefummel der Vergangenheit an, und du bist immer sicher unterwegs.
Fahrradbeleuchtung von MonkeyLink

Als Eigenmarke des renommierten deutschen Fahrradherstellers CUBE steht RFR für zuverlässige und praxiserprobte Fahrradkomponenten. RFR Fahrradbeleuchtung sorgt mit moderner LED-Technologie und alltagstauglichen Lösungen für optimale Sicht und Sichtbarkeit auf dem Fahrrad. Mit hochwertigen Scheinwerfern und Rückleuchten bietet RFR passende Lösungen für sichere Fahrten zu jeder Tages- oder Nachtzeit.

Akkulicht von günstig bis futuristisch findest du im Sortiment von Sigma. Die kleineren Varianten sind gute Optionen für den gelegentlichen Stadtverkehr, während die größeren Modelle über genügend Power für Fahrten auf unbeleuchteten Straßen verfügen. Und für Mountainbike-Touren im dunklen Wald gibt es mehrere Helmleuchten zur Auswahl, mit denen du sicher durch die engsten Kurven kommst.
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Der deutsche Hersteller Trelock bietet im Bereich Fahrradbeleuchtung alles an, was du dir wünschen kannst: Dynamo- und E-Bike-Leuchten sowie Lampen mit USB-Aufladung oder zum Betrieb mit Batterien. Einzigartig ist die minutengenaue Anzeige der Restleuchtdauer an vielen USB-Lampen.
Fahrradbeleuchtung von Trelock
Kein Weihnachtsbaum – aber trotzdem sicher

Selbst mit einer hochwertigen Lichtanlage an deinem Fahrrad musst du nicht die Nacht zum Tag machen. Entscheidend ist, dass du selbst genug siehst, von anderen zuverlässig gesehen wirst und niemanden blendest. Dabei zählt nicht nur maximale Leuchtkraft: Ein gutes Lichtbild, eine passende Stromversorgung und Funktionen, die zu deinem Einsatzbereich passen, sind mindestens genauso wichtig.
So bleibst du auch im Herbst und Winter unabhängig und kannst dein Fahrrad sicher nutzen, wenn die Tage kurz sind oder deine Tour erst nach Sonnenuntergang endet.
Fahrradbeleuchtung: Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was sind die Vorteile von LED-Leuchten für Fahrräder?
LEDs sind langlebig, effizient und ermöglichen sehr kompakte Scheinwerfer mit gezielter Lichtverteilung. Deshalb haben sie ältere Glüh- und Halogenlampen bei moderner Fahrradbeleuchtung praktisch vollständig verdrängt.
Wie lange sollte die Akkulaufzeit meiner Fahrradbeleuchtung sein?
Deine Lampen sollten immer etwas länger halten als deine längste geplante Tour, damit du auf unerwartete Verzögerungen vorbereitet bist und am Ende nicht im Dunkeln stehst. Achte dabei auf die angegebene Laufzeit in der Helligkeitsstufe, die du tatsächlich verwenden möchtest. Für längere Touren solltest du eine ausreichende Reserve einplanen.
Was ist wichtiger: Lux oder Lumen?
Beide Werte beschreiben unterschiedliche Eigenschaften. Lumen gibt die insgesamt abgegebene Lichtmenge an, Lux die Beleuchtungsstärke auf einer Fläche. Für die Praxis ist keiner der beiden Werte allein entscheidend. Wichtig ist vor allem, wie breit, gleichmäßig und weit der Scheinwerfer die Fahrbahn ausleuchtet.
Wie hell muss Fahrradbeleuchtung in Österreich sein?
Der Frontscheinwerfer muss weißes oder hellgelbes ruhendes Licht mit einer Lichtstärke von mindestens 100 Candela abgeben. Für das rote Rücklicht sind mindestens 1 Candela vorgeschrieben.
Offizielle Quelle: § 1 Abs. 4 Fahrradverordnung.
Darf Fahrradlicht in Österreich blinken?
Der Frontscheinwerfer darf nicht blinken, sondern muss ruhendes Licht erzeugen. Beim roten Rücklicht ist Blinklicht dagegen zulässig.
Offizielle Quelle: oesterreich.gv.at – Fahrradverordnung.
Gibt es spezielle Beleuchtung für Mountainbikes?
Es gibt Fahrradbeleuchtung, die besonders auf die Anforderungen von Touren abseits beleuchteter Straßen ausgerichtet ist. Hier sind eine hohe Reichweite und eine breite, gleichmäßige Ausleuchtung wichtig. Beim Mountainbiken werden außerdem häufig Helmlampen eingesetzt, da sie dorthin leuchten, wohin du schaust. Im öffentlichen Straßenverkehr benötigst du trotzdem die vorgeschriebene Beleuchtung am Fahrrad.
Darf ich eine Helmlampe beim Fahrradfahren verwenden?
Eine Helmlampe kann insbesondere beim Mountainbiken eine sinnvolle Zusatzbeleuchtung sein. Die vorgeschriebene Fahrradbeleuchtung ersetzt sie jedoch nicht. Außerdem solltest du darauf achten, andere Verkehrsteilnehmer nicht zu blenden.
Gibt es spezielle Beleuchtung für Rennräder und Gravelbikes?
Sportliche Fahrräder werden häufig mit leichten, abnehmbaren Akkuleuchten ausgestattet. Besonders praktisch sind flexible Halterungen, die auch an Aero-Lenkern oder speziell geformten Sattelstützen funktionieren. Für Brevets, Bikepacking und Ultradistanzen können dagegen auch Nabendynamo-Systeme interessant sein, weil sie eine dauerhaft verfügbare Stromversorgung bieten.
Wie kann ich einen Nabendynamo einschalten?
Ein Nabendynamo erzeugt Strom, sobald sich das Rad dreht. Ein- und ausgeschaltet wird normalerweise die angeschlossene Beleuchtung. Viele moderne Scheinwerfer verfügen zusätzlich über Sensoren, die das Licht abhängig von den Umgebungsbedingungen automatisch steuern.
Gibt es spezielle Fahrradbeleuchtung für E-Bikes?
Ja. E-Bike-Leuchten können direkt über den großen Antriebsakku mit Strom versorgt werden. Dabei müssen Leuchte und Antriebssystem hinsichtlich Spannung, Leistungsaufnahme und Anschluss kompatibel sein. Die Nachrüstung kann je nach Fahrrad einfach oder aufwendig sein; im Zweifel empfiehlt sich die Montage in einer Fachwerkstatt.
Welche Vorteile bieten wiederaufladbare Fahrradlichter?
Akkuleuchten sind besonders flexibel. Du kannst sie schnell montieren, wieder abnehmen oder zwischen verschiedenen Fahrrädern wechseln. Außerdem benötigst du keine Einwegbatterien. Moderne Modelle werden häufig über USB beziehungsweise USB-C geladen.
Braucht ein Fahrradanhänger eine eigene Beleuchtung?
Für Fahrradanhänger gelten in Österreich eigene Vorschriften. Sie müssen unter anderem eine vom Zugfahrrad unabhängige Beleuchtung besitzen. Bei Anhängern über 60 cm Breite sind zwei rote Rücklichter vorgeschrieben; hinzu kommen entsprechende Rückstrahler.
Offizielle Quelle: § 5 Fahrradverordnung.
Gelten für mehrspurige Fahrräder besondere Beleuchtungsvorschriften?
Ja. Mehrspurige Fahrräder müssen unter anderem mit zwei Rücklichtern und zwei Rückstrahlern in gleicher Höhe ausgestattet sein, sodass die seitliche Begrenzung des Fahrrads erkennbar bleibt.
Offizielle Quelle: § 2 Fahrradverordnung.
Was ist ein Nabendynamo?
Bei einem Nabendynamo findet die gesamte Stromerzeugung in der Vorderradnabe statt. Das hat mehrere Vorteile gegenüber den inzwischen weitgehend aus der Mode gekommenen Seitenläuferdynamos: Nabendynamos arbeiten unabhängig vom Wetter, leise und zuverlässig. Außerdem ist die Technik im Inneren der Nabe gut vor äußeren Einflüssen geschützt.
